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alma-larsson.de |
|---|
| Tag | Strecke | km |
|---|---|---|
| 1. Tag | Oslo - Tofte | 65 km |
| 2. Tag | Tofte - Skarud | 72 km |
| 3. Tag | Skarud - Sandvatnet | 74 km |
| 4. Tag | Sandvatnet - Sandsetdalen | 64 km |
| 5. Tag | Sandsetdalen - Skurdalsvatn | 65 km |
| 6. Tag | Skurdalsvatn - Rallervegen | 77 km |
| 7. Tag | Rallervegen - Sognedal | 28 km |
| 8. Tag | Sognedal - Turtagrö | 70 km |
| 9.Tag | Turtagrö - Lom | 68 km |
| 10. Tag | Lom - Abzweig 55/63 nach Geiranger | 82 km |
| 11. Tag | Abzweig Geiranger - Geiranger | 30 km |
| 12. Tag | Ruhetag | 0 km |
| 13. Tag | Geiranger - nach den Trollstiegen | 81 km |
| 14. Tag | nach den Trollstiegen - Dombas | 85 km |
| 15. Tag | Dombas - 15 km vor Otta | 66 km |
| 16. Tag | vor Otta - hinter Fagerhoy | 71 km |
| 17. Tag | Fogerhoy - 3 km hinter Vingrom | 79 km |
| 18. Tag | Vingrom - Dokka | 48 km |
| 19. Tag | Dokka - Jevnacker | 75 km |
| 20. Tag | Jevnacker - Oslo | ca 70 km |
Montag, 27.07. - 1. TagUnsere Anreise war wohl die längste, die wir bisher gemacht haben. Am Freitag war Start, von Dresden nach Hamburg mit dem Zug. Unser Hamburger Quartier war ideal, mit dem Rad 20 Minuten in die Stadt. Am Freitagabend noch eine Runde zum Hafen, den Landungsbrücken und den Elbtunnel mit dem Rad durchquert. Am Sonnabend lange in der Kunsthalle gewesen. Die herrlichen Richter- und C.D. - Friedrich - Sammlungen besonders lange angeschaut. Sehr beeindruckend auch die Sammlung Moderne Klassik -riesig- und der Neubau mit den Modernen. Hamburg alles in allem unspektakulär, aber auch mit interessanten Ecken. Das "Gruner und Jahr" - Gebäude z.B. Am Sonntag dann die Zugfahrt nach Kiel. Das Unternehmen Zukunft hatte wieder zuwenig Platz für Fahrräder und Kinderwagen... Herrliche Szene am Bahnhof, als bei älteren Herrschaften der Fahrstuhl nur nach oben fuhr und sie mich dann fragten, ob ich den "kleinen Schwarzen Schalter betätigt hätte", nachdem ich zum Test ohne Rad mal runter gefahren war. (Der kleine Schwarze war für die Lüftung.) In Kiel sind wir gleich auf die Fähre, alles sehr aufregend und neu für uns! Dann war es so schön, auf dem Deck im Windschatten zu sitzen, zu liegen, zu schlafen, zu schauen, zu essen, eben alles. Die Nacht im Schlafsessel war nicht so toll, aber auch nicht zu unerträglich. Unsere Fahrt durch den Oslofjord gestern morgen wieder mit viel Schauen auf die Landschaft rechts + links, backbord und steuerbord! Es war aber sehr frisch und windig. An Land sind wir Richtung Hafen und haben erst mal die Fähre nach Nesoddtangen gesucht, hatten dann bis zur Abfahrt noch eine gute halbe Stunde Zeit. Sind so ein bissel rumgeschüsselt. Ab Nesoddtangen dann endlich Beginn der eigentlichen Rad-Tour! Entlang des Oslofjords sehr hügeliges Gelände mit zum Teil kurzen giftigen Anstiegen. Bis Dröbak immer wieder schöne Ausblicke auf den Fjord und die zurückliegende Stadt Oslo. In Dröbak haben wir Kaffee gekocht und gepicknickt, schön im kleinen Hafen. Da kam auch unsere Color - Line - Fähre noch mal an uns vorbei. Nach der Überfahrt nach Storsand haben wir auf der nun weniger bergigen Strecke noch ein paar Kilometer zurückgelegt. Kurz hinter dem stinkenden Zellulosewerk hat die Defekthexe zum ersten Mal zugeschlagen und Almuts Hinterreifen platt gemacht. Bei Sagone (nach der Kurve, wo die Straße wieder landeinwärts führt) nach links über den kleinen Fluss, den Weg am Fußballplatz vorbei, hinter der kleinen Siedlung haben wir am Meer einen schönen Platz gefunden. Am Abend noch mal einen kleinen Spaziergang zu der Felsenbucht. Wetter: "heiter", später recht bewölkt Kettler: Die Fähre Oslo - Nesoddtangen fährt direkt am Kai vor dem Rathaus. In Dröbak ist die Ablegestelle der Fähre nach Storsand am Ortsausgang, noch südl. des kleinen Hafens. 65 km
Dienstag,
28. 07. - 2. TagEs ist morgens, ich sitze am Strand, Almut ist gerade aufgestanden, die Sonne scheint verhalten durch die dünnen Schleierwolken und es geht uns gut! Wetter: Herrlich, später mit Wölkchen Jetzt sitzen wir am Eiberen - See, unmittelbar an der Brücke. Almut kocht Nudeln mit Tomatensoße und es riecht herrlich! Ich habe gerade die Fahrradreparaturwerkstatt geschlossen. Der norwegische Defekttroll hat es auf uns abgesehen. So ziemlich genau nach 2 Std. Fahrt entlang des Drammefjorden wunderte ich mich über das Springen und Rucken meiner Kette. Beim Nachschauen stellte sich heraus, dass der Niet (Spezial - Shimano), der beim Einbau eingedrückt wird, sich gelöst hatte und die Kette nicht mehr gehalten hat. Ich habe mit der Zange so lange drauf rumgedrückt, bis er wieder richtig drin war. Allerdings habe ich der Kette keine 20 km gegeben... In Dammen haben wir versucht, einen Nietendrücker zu bekommen, der war mit 200 NOK viel zu teuer... Wenigstens gab es einen Niet umsonst. Die Fahrt am Dammenfjord entlang war sehr schön. Irgendwann gab es auf einem schon beernteten Feld eine Erdbeerorgie. So viele Erdbeeren hatten wir beide in diesem Jahr noch nicht gegessen! Die Fahrt bis zum See war weiter herrlich, vor allem nicht mehr so bergig. Wir hatten ein gutes Lager bis heute morgen. 72 km
Mittwoch,29.07.
- 3. TagWir hatten ja die vergangenen beiden Tage über das Wetter nichts zu meckern. - Mich hat der Regen geweckt. Mal mehr, mal weniger doll, mal gar nicht im Regen, so verlief der Morgen. 10.30 haben wir uns entschlossen, einzupacken, auch wenn's nass war. Doch bald hörte der Regen auf, und wir trockneten auf der Fahrt bis Kongsberg gut ab. In Kongsberg gab es auch den Kettennietdrücker, ich lebe jetzt ruhiger. Auch wenn die Kette bis jetzt gut mitgemacht hat. Und ich hatte schon keinen Pfifferling mehr auf sie gegeben! Hinter Kongsberg ging es dann in das herrliche Jondalen stetig bergan, aber immer wieder mit Ausblicken nach den seitlichen Felswänden und Wäldern. Dann kam es allerdings sehr dicke - nass von oben, als ob jemand die Brause aufgedreht hätte. Wir retteten uns in die offenstehende Garage eines Anwesens an der Straße. Allerdings waren wir schon reichlich nass. Und nach einigen Minuten auch kalt. Seitdem - ca. 16.00 Uhr - regnet es fast ununterbrochen. Wir haben "Asyl" unter dem Vordach einer Datsche am Sandvatnet gefunden -genommen. Dem unbekannten Besitzer sei gedankt! Das Zelt ist aufgebaut, aber seit 3 Stunden sitzen wir auf dem Holzfußboden, unsere Sachen hängen auf einer Leine, es gab Abendessen und jetzt gibt es Tee mit Rum. Wir haben vorhin überlegt, wie wir reagieren würden, wenn es unsere Hütte wäre, wir kämen her und zwei nasse Ausländer sitzen auf der Veranda und haben sich ausgebreitet. Eigentlich bleibt nur noch, die Tür zu öffnen, willkommen zu sagen und Kaffee zu kochen. Derweil regnet und regnet es! Hoffentlich würden wir auch so reagieren! Auf der anderen Seeseite erhebt sich das Blefjellmassiv - in den Wolken nur zu erahnen. Der Campingplatz ist zwar in Sichtweite, aber wir haben ja hier alles was wir brauchen- vor allem ein trockenes Plätzchen! Aber die Sonne scheint gewiss wieder, und wir bekommen unsere Sachen wieder trocken! Wetter: Wolkentroll hinter ganz fetter Regenwolke 74 km Wir waren schon am See vorbeigefahren, sind rumgeschüsselt und dann doch wieder zurück. Es gibt in Norwegen viele schöne Plätze, aber da steht dann immer ein Haus...
Donnerstag,
30.07. - 4. TagJetzt schreibe ich mal, Lars sammelt nämlich gerade die Abendbrotpilze, und meine Schuhe trocknen gerade mal, ich sitze strümpfig hier. "Hier" ist heute bei Jörgen, einem Norweger-Waldorflehrer, vor seiner kleinen Zweithütte unterm Vordach. Wir wollten uns gerade ein schönes Plätzchen nach getaner "Pedalierarbeit" auf einer frisch gemähten Wiese am Sandsetfluß (bzw. im Sandsetdalen) suchen, kurz nach dem Abzweig Richtung Kongsbergeter bzw. eigentliche Strecke steil auf zum 1. Pass Richtung Uvdal. Da kam auf`m Fahrrad dieser sehr nette Norweger, lud uns ein, bei ihm - im Trockenen u. Warmen! - im kleinen Häuschen zu übernachten. Alles sehr herzlich, unkompliziert (auf Deutsch...), nachher sind wir zum Tee und Abendbrot eingeladen worden. (Inzwischen ist schon Freitagabend, ich trag ein bisschen nach.) Wunderbare, uns noch bisher unbekannte 2 Käsesorten haben wir zum selbstgebackenen Brot gekostet, Favorit war der eingekochte, leicht süßlich, herrlich fettig-braune Ziegenkäse - fast wie Konfekt! Und Jörgen hat erzählt und erzählt: Norwegen-Politik, Messerschmiederei (Laminatverfahren stammte ursprünglich u. z. der Zeit allein aus hier dem Tessungdalen!), Schaftschnitzen, Lederscheidennähen, Rebhühnern (norw.: Ripe) u. Waldorfpädagogik - müde und angefüllt haben wir dann gut im Häuschen - in einem Bett! - geschlafen. Derweilen trockneten unsere Klamotten auf Leinen ringsum vom Elektroofen. Der Tag ging halbwegs ohne Regen vom Sandvatnet los - mit Blaubeermüsli! - weiter die 364 entlang dem langgestrecktem Tinnsjö nach Bakko, immer stetig bergan, mit Regenschauern, schönen Anwesen und vielen alten Sägewerken, 2 Radwanderern, vielen radlerfreundlichen Autotouristen v.a. aus D u. NL, schöne Abfahrt nach Bakko - unspektakulär, nur kurzer Stopp zum Benzin erstmals nachfüllen (4 NOK für uns unsere Drittelliterfl.), Milch kaufen (trotz "Lett"melk sehr lecker!). Kurz danach im Tessungdalen am, bzw. auf Steinen quasi im Austbygdai - Fluss schöne Rast, dann das fast liebliche (im Vergleich zum einsamen, strengen Jondalen) Tessungdalen ständig aufwärts durch kleinste Ortschaften bis eben zum Sandsetdalen - Abzweig vorm Kettler - prophezeiten schwierigen 1. Pass der "anstrengendsten(?) Etappe 72". - Die haben wir nun also hinter uns... :

Freitag,
31.07. - 5. TagUnd die hatte`s wirklich in sich! Recht erledigt und froh, wieder einen schönen Zeltplatz am Skurdvatn (-See) 10km vor Geilo gefunden zu haben. Zwar war eben kurz vorm Abendessen (Reis mit Piri - Piri - Sardinen u. Tomatensalat) der Bruder des Besitzers des so schön verlassen aussehenden Grundstücks, direkt am See (auf ALLEN schönen sind immer Häuser!!), kleine Aufregung, 1 Nacht aber schon hier möglich, zu campieren. Wir sind heute aber auch sehr Fausto - Coppi - würdig unterwegs gewesen, 3 Pässe mit insgesamt ca. 1700 Höhenmetern - da kann man bei noch dazu Schweineregengüssen wirklich nur 65km strampeln. 1. Pass ging ja gleich los aus Tessungdalen rauf auf die Hardangervidda - Grenze der Provinz Telemark zu Buskerid - sehr eindruckvolle, karge und raue Hochfläche, nur Steine, Moose, Flechten, großer See - ca. 1213 m - dann Wahnsinnsabfahrt runter ins Uvdal. dort auf die recht gefahrene ( aber wir sind ja bisher geradezu autofrei verwöhnt) R 40 Richtung Geilo. Nächster, 2. Pass schloss sich fast übergangslos in viele Serpentinen gleich an - oben bei Vasstutan 1100 m - kleine Verschnaufrast mit Schoki, Apfel Müsliriegel und Dörrobst noch im Sonnenschein. dann total verregnete Abfahrt runter nach Gagali. Die älteste Holzstabkirche - 2 km Umweg - haben wir sein gelassen wo sie war und sind lieber gleich weiter den dritten, als wiederum äußerst anstrengend prognostizierten Pass - weniger davon gemerkt - bei Fetjan 1063 m überwunden und nun hier kurz vor Geilo am Skurdvatn schon einen Lagerplatz gesucht. Verdient, denn die zum Essenfassen und Schneeerkundigungen einholen vorm Beginn des Tallersbegen mussten wir uns heute nicht noch geben. In der Ferne leuchten schneebedeckte Berge - wir sind schon recht ehrfürchtig vor dem Rallersvegen. Er soll mit eine der schönsten und spektakulärsten touren sein und unsere Aufregung steigt. Lars rechnet auch schon seit Tagen, wann wir denn wohl dort sein werden. - Jetzt also die Nacht "davor"! Gemütlich in der frühabendlichen Sonne vorm Zelt sitzen, rauchen, Schoki essen, die Landschaft genießen. Uns geht es ganz schön gut!

Sonnabend,
01.08. - 6. TagWir sind zeitiger aufgestanden als die vergangenen Tage und schon 10.00 Uhr von unserem schönen Seeplatz losgefahren. Es ging gleich noch mal ordentlich bergauf und dann aber mit schönem Blick wieder runter nach Geilo. Kurzer Stop zum Besorgen - Brot und Milch. Auf der Fernverkehrsstr. 7 dann zum Ausgangspunkt des Rallervegen. Kettler: der Abzweig kann man nicht mehr verfehlen! In dem Infocenter haben wir uns auch nicht nach dem Schneeverhältnissen erkundigt, dass schien uns Anfang August dann doch ein bisschen übertrieben. Der Weg war gleich nach dem Abbiegen von der Straße wunderschön! Was soll man schreiben, um das Unbeschreibliche zu beschreiben! HEFAMOS 10. Immer wieder Hütten und in Finse sogar ein Kaufmannsladen. Wir haben uns har nicht erst aufgehalten, Vorher gar es noch eine Pause - endlich mal in der Sonne! Schneefelder und Gipfel, Eis. Schieben durch Schneematsch. Geröllabschnitte auf dem Weg, nur zum schieben. Einsames Lager am See nach dem höchsten Punkt des Weges. Schön gekocht und Wolkenzug und Abendrot angesehen, Wasser aus fließendem Gewässer geholt. gut geschlafen, kaum gefroren, trotz des Höhenlagers.

Sonntag,
02. 08. - 7. TagBei schönem Wetter sind wir aufgewacht und dann doch zügig aufgebrochen - so warm war es in der Höhe doch nicht. Der Rallervegen führte meist bergab, aber immer mit den wirklich wunderbarsten Aussichten, Die Wegbeschaffenheit war manchmal wo schlecht, dass wir schieben mussten. Bergab und über die doch kurzen Strecken kein Problem. An der Kreuzung des Weges nach Myrdal nahmen wir den Anstieg zur Bahnstation, was sich als folgenschwere Entscheidung erweisen sollte. Die Flombahn ist nicht wie im Kettler beschrieben 40,- NOK, sondern 145,- !! Ein unverschämter Preis für diese Touristenattraktion. Es kam noch schlimmer - vom Zug aus sahen wir, dass der weitere Weg mit Rad sehr woh auch von älteren Herrschaften befahren wurde. Wir saßen sehr zerknirscht auf dem Polstersesseln, die Begeisterung der Mitreisenden nicht teilen könnend und sagten uns: "Nicht alle Entscheidungen können richtig sein." Trotzdem trauerten wir der schönen Abfahrt bei herrlichem Wetter und dem vielen Geld hinterher, In Flam ist richtiger Touri - Rummel, maß man sich nicht lange geben. Wir haben ein hin und her überlegt und uns dann für die Fähre nach Sogndal entschieden, Das hat uns mit der Flop- Bahn versöhnt! Die Fahrt auf dem Schellboot durch den Sognefjord war grandios! In Sognedal sind wir gleich Richtung Lom weiter, ziemlich am Ende vom Fjord hatte wir uns eine Wiese als Schlafplatz auserkoren, und in dem Haus davor nach Wasser gefragt. das sehr freundliche ältere Ehepaar gab uns welches und auf die Frage, ob wir auf der Wiese campieren könnten, boten sie uns ihren Vorgarten an. Das war dann noch sehr lustig, ob des Gegensatzes vom Lager am Vorabend! Plötzlich Gartenstühle, eine kleine Laube und Rosenbeete. Vor dem schlafen gehen noch bei Fam. Kvam im Video - Text den TOUR de FRANCE Endstand recherchiert. Überraschung! 1. Pantani, 2. Ullrich. Kettler: von der Flam Bahn abraten, teurer Touri - Scheiß! Den Weg weiter bis Flam benutzen, außer man hat Kohle wie Heu oder ist der absolute Eisenbahnfreak. In die Andere Richtung ist es vielleicht ok, um den Anstieg nicht strampeln zu müssen.

Montag,
03. 08. - 8. TagVom unserem Vorgartenplatz sind wir nach dem Gruppenfoto - die Kvam's waren wirklich sehr nett - den Barmefjorden entlang und dann gleich berauf - durch herrliche Landschaft, erst am Fluss, oben am See (Hafslovatnet) entlang. Die folgende Abfahrt nach Gaupne war berauschend. Die Strecke Gaupne - Skjolden am Justafjorden war ein Traum. Dann ging es schweißtreibend, leider bei nicht mehr so sonnigem Wetter extrem bergauf bis Turtagrö. Kettler: Lustrfjörden Fähre Wir hatten einen Platz auf der Schafweide (viele Buckel) mit einem guten Waschplatz am Fluss. Die Zeit zum waschen und Kochen hat bis zum einsetzenden Regen gerade so gelangt. Dann die ganze Nacht Regen. Höhenmeter: 900 + 300 = 1200
Dienstag,
04.08. - 9. TagHöhenmeter: 500 Es ist jetzt kurz vor 20.00 Uhr, wir sitzen auf einer Kuhweide, wenige km vor Lom am Bovra - Fluss. Hatten am zugehörigen Gehöft gefragt und von netter Bäuerin noch Wasser bekommen. Nach der Regen Nacht hörte es gegen 9.00 Uhr auf zu pieseln und wir sind recht schnell vom Acker, also unserer Schafweide wieder auf die weiter steil ansteigende Straße. Das Wetter hat uns nicht im Stich gelassen, immer mal wieder aufgerissene Wolkenlöcher, so dass wir den Blick über die Berge, Seen, Schneefelder und Gletscher, in die Täler hinter, neben und vor uns schweifen lassen konnten. Die Abfahrt von der Jotunheimen Fjellstue- Hütte bis hier herunter war so schön! Es wurde immer wärmer, sonniger, das Tal weiter und die Äcker und Wiesen waren so saftig. Wir hatten Rückenwind, genossen es so, mal ein paar km schnell zu rollen!

Mittwoch,
05.08. - 10. TagUnd was für ein TAG! Jetzt ist der Abend vor der Halbzeit, wir haben zur Feierlichkeit schon 2 Heißgetränke genossen und werden dann noch Süßigkeiten schnabulieren! Von der Kuhweide ging es die 5 km rasch bis Lom - im Kettler unerwähnter Touri - Ort mit allen Infrastuktureinrichtunen, die der mit Wohnmobil Reisende so braucht. Abstecher in das Fjellmuseum, die Stabkirche war leider wegen einer Beerdigung nicht zugänglich. Das Ottadalen, fast 60 km lang verläuft in schön moderater Steigung, so dass wir nach den vorangegangenen Bergetappen richtig rollten! Zwischendurch immer mal ne Husche, von der wir uns aber nicht haben verdrießen lassen. Der Fluss begleitete uns ständig, mit mal reißenden, klammartigen Abschnitten , mal breiten ruhigen Stellen, fast wie Seen. Die letzten 5 km vor Grotli am allerdings heftiger Gegenwind auf, da dass selbst die geringe Steigung zur Anstrengung wurde. Wir übten Windschattenfahren. Die Straße war leider sehr befahren und die Autofahrer weniger rücksichtsvoll, als wir es von den letzen Etappen gewohnt waren. Grotli besteht aus Hotel und Touri - shop, wir nutzten ersteres wenigsten zu Wasser ablassen und auffüllen... die nächsten 14 km waren dann weniger schön, trotz beachtlichen Gefälles konnten wir unsere Windschattentechnik verfeinern und sind trotzdem nur mit 10-13 km/h vorwärtsgekommen. Dazu kam dann immer heftig werdender Regen. An dem Abzweig nach Geiranger hatten wir's satt und haben oberhalb der Straße, unmittelbar an einem Weg rasch das Zelt aufgebaut. Trockene Sachen an und erst mal Tee gemacht! Seit dem liegen wir im Zelt, beköstigen uns mit Riegeln, Halva, Kartoffelbrei mit Gulasch und diversen Heißgetränken. uns verlustieren uns mit Geschichten erzählen und schreiben, Jetzt geht es dann aber auch bald in die Heia!! Das Wetter regnet, immer mal stärker, mal schwächer vor sich hin und kann also auch nur noch besser werden!
Donnerstag,
06. 08. - 11. TagHeute morgen bei immer noch mal mehr, mal weniger Regen gefrühstückt und zusammengepackt und dabei gefroren. die Fahrt nach Geiranger ist auf der Hochfläche, entlang des Sees und des Gletschers sehr herrlich, JEFAMOS 9, für mehr war das Wetter zu schlecht... Auf der sehr beeindruckenden Abfahrt mit vielen Serpentinen - ich hätte es nicht hochfahren wollen! - sind wir dann noch mal richtig nass geworden. Der Touri - Ort bot wieder alles, was wir normalerweise nicht suchen. So nass, wie wir waren, sind wir erst mal in ein Kaffee zu aufwärmen und Tee bzw. Kaffee trinken. dann haben wir uns erkundigt, was Hütten kosten - zuviel - und wo die Jugendherberge ist. Gelandet sind wir auf dem Zeltplatz direkt am Fjord im Ort. Mittlerweile über Distanzschwäche - Nachbarn geärgert und gelästert, kleine Rundfahrt um den See und Besorgungen gemacht. Verwundert bin ich darüber, das man in dem Fjord noch die Gezeiten merkt. Wetter: abends etwas freundlicher, sonst fette Regenwolken mit ganz viel Regen. Prognose: morgen noch schlecht, dann aber wieder besser.
Freitag,
07.08. - 12. TagWir machen Regen-Zwangspause. Es hat wirklich, mit wenigen halbstündlichen Unterbrechungen, den ganzen Tag geregnet. Und das in dem aufregenden Ort Geiranger, wo man schon nach 30 Minuten alles gesehen hat, was zu sehen ist. Die Kirche, wirklich schön auf der Höhe. Wenn man erbaut aus dem Gottesdienst kommt und aus der Kirche tritt, gibt es den schönen Blick über die Fjordlandschaft. Die beiden Hotels, na ja und die zig Andenken, Wollsachen, Kunstgewerbe, sonstige Ramschläden und Fressbuden. Abwechslung boten: zwei Kreuzfahrtschiffe, das Kochgerammel um die 2 Kochplatten, Lästern über die Out - Door-Wohnwagenfreaks und unser Räucherlachsspaghetti-Abendbrot. Kurz vor dem Schlafengehenwollen noch vom Holländernachbarn zu etlichen Bierdosen eingeladen worden (auch so geschickt alkoholisch - independent vorm skandin. Finanzdesaster: deutsches Supermarktbier...) und nett unterhalten. Hitwörter: "Hurtig" & "Heißgetränk", in den Varianten Teegeschmack, herzhaft, tomatisiert und alkoholisiert 0 km Wetter: pitschepatsche

Sonnabend,
08.08. - 13. TagMal aufgewacht ohne das grauselige Regengeräusch auf dem Zelt. Gegen 11.30 vom Zeltplatz weg und dann gleich die Adlerkehren hinauf- sehr steil, sehr spektakulär. Frau Hurtig wollte ein Rennen gegen uns fahren, ist aber beim ersten Drittel der Stecke pumpend wie ein Maikäfer vom Rad gefallen. Und ich dachte schon, mein sportlicher Ehrgeiz müsste mich so früh am Morgen zu Höchstleistungen peitschen... Das Eidsdal ist schön, breit, nicht so hochgebirgig wie die bisher gefahrenen Täler. Fähre Eidsdal - Linges, 16,- NOK. Ab Linges am Fjord entlang lauter Kirsch- u. Erdbeerplantagen. Ein Kirschbaum wurde von uns geplündert. Nach der Überfahrt erst mal wieder gegen den Defekttroll in Almuts Schaltung gekämpft. Die Steigung zum Trollstiegen verlief gemächlich, unterwegs begegneten wir dem Einzelnreisendenradler und sind eine Weile gemeinsam erzählend gefahren. Dann fing wieder richtiges Mistwetter an, vom Trollstiegen hatten wir so gar nichts. Außer dem Gefühl, im Wasser zu fahren - Wolke= Nebel= Regen+ Wasserfälle. Auf der Abfahrt fürchterlich gefroren. Dann eine schöne Stelle am Fluss im Wald gesehen und hurtig aufgebaut, Heißgetränk mit Rum bereitet. Jetzt liegenmachen im Zelt und dem Wasser lauschen (von oben und dem Fluss neben uns). Zeit: 22:14 Uhr 81 km KETTLER: Tour 82 - Der Tunnel kann umfahren werden! Wetter: schwarze Wolke Norwegen ist das Land des Wassers. Manchmal denke ich, dass müsste doch mal alle sein oder jemand sollte den Hahn zudrehen!
Sonntag,
09.08. - 14. TagOhne das Regengeräusch aufzuwachen, war erst mal beruhigend. Der bitterste Moment des Tages: das Anziehen der nassen, kalten Klamotten. Dann ab aufs Rad und kräftig pedaliert, damit uns warm wurde. Immer entlang dem ... , auch die 12 km lange Steigung das Romsdalen hinauf ging nach den gewohnten Strapazen recht locker. Die Landschaft nicht atemberaubend, aber schön. Überhaupt, wir sind mit KETTLERs Tourenvorschlägen immer zufrieden. Die Abfahrt das Böverdalen hinab Richtung Lom war dann fast wie das Geschmetter nach Teruel (Spanien 97). Jetzt schönes Lager, seit Tagen mal in Ruhe und draußen. In der Abendsonne noch Sachen getrocknet. Das Zelt ist auch mal wieder trocken. Wir sitzen auf einer Wiese, die dem "speziellen alten Mann" gehört. So sagte die Nachbarin, bei der wir Wasser geholt und gefragt hatten, ob wir hinter dem alten Holzhaus campieren können. Sie kam dann später noch mal, um vor dem speziellen alten Mann zu warnen, der sich bis jetzt hat noch nicht blicken lassen. Es gibt hier noch ein ganzes Gehöft aus Blockhausbauten, sehr faszinierend. Wozu "unser" altes Blockhaus wohl diente? Es ist mit einem Dach, dessen untere Schindelschicht aus Birkenrinde besteht, und oben auf liegt grasbewachsene Erde. Darin gibt es eine Feuerstelle mit Kamin, der als Felsdsteinsäule über dem Dach steht. Innen ist eigentlich sehr wenig Platz, und es ist so eine Art Trockengestell eingebaut. Vielleicht hat man früher einfach darin Heu gemacht. 85 km Wetter: dunkelgraue Wolke, später Sonne, abends fast wolkenlos!
Montag,
10.08. - 15. TagNach einer äußerst kalten (wenige Grade über 0!) Nacht mit Extra - Plasteplane - Zudecke sind wir früh mitten in einer Wolke erwacht. Verzog sich zum Glück bald, dafür hoffnungsvolle blaue Himmelslöcher, und wir guter Dinge, weil`s ja immerhin nicht regnete. Vom immer noch Romsdalen, kurz hinter Lora, sind wir der E 136 bei erträglichem Verkehr gefolgt- bis Dombos: gruslige Touristenbusse, Parkplätze, diverse Kaufmichläden+ Souvenirkostbarkeiten ... für uns jedenfalls beste Besorgungsmöglichkeiten (für mich neue Turnschuhe, die alten, am Vorabend noch eifrig mit Tippitäpi zugebastelt - 3 Std. gehalten... - später am Parkplatz ohne Wehmut in die Mülltonne gesteckt). Zur "Belohnung", bzw. auch weil nun mal endlich so richtig die Sonne schien, gab`s ein seeehr leckeres Softeis (leider aber vergebliche Nachfrage nach passenden Fotoapparatbatterien). Überhaupt machen die Norweger dolle Milchprodukte, wir sind schon regelrechte "Ekte Geitost" - Fanatiker (bräunlicher, leicht süßlicher Ziegenkäse - bizarr!) & überzeugte Kulturmelk-Trinker (wie`n Gemisch aus Buttermilch und Joghurt), ohne Geschmack am besten. Von Dombos also fix weiter, die kettlerempfohlene, links der Eisenbahn befindliche Alternativstraße zur nun E 6 leider verpasst, dafür aber rasche Fahrt (z.T. Radweg, versackt aber oft völlig unangekündigt) durch Dovre bis kurz vor Otta, immer herrlich dem Fluss folgend durchs wirklich schöne nun Gudbrandsdal. Von Norden, so wie wir her kamen, erst weit und ähnlich dem Romsdalen mit viel Landwirtschaft, weiter Richtung Otta wilder, schluchtiger, mit sehr viel Wald, schönen braunen Holz-Bauernhöfen. Weil so sehr schönes Wetter war, wir endlich mal wieder so richtig durchwärmt im kurzen Hosl sein konnten, haben wir uns schon gegen 4 Uhr einen schönen Fluss - Feld - Zeltplatz gesucht und mit Wonne gebadet, gewaschen, , in der Sonne gelegen und gevespert, später Spaghetti mit Truthahnbolognese + Tomatensalat gegessen. In der Nacht, ca. 2 Uhr, ziemlich erschreckt durch besoffene Norwegeridioten (gibt`s also leider auch hier...) per Auto aufgewacht, kurz bisschen Schiss, haben sich zum Glück aber ansonsten harmlos verzogen. Früh dafür - das 1. Mal seit langem! - bei allerschönster Sonne aufgewacht, frischgewaschene Wäsche noch restlich getrocknet und nach sehr genossenem Draußen - Frühstück sonnencremgecremt aufs Rad:

Dienstag,
11.08. - 16.TagVon kurz vor Otta also gleich rechts des Lagen und der Bahn auf sehr ruhiger und schöner Nebenstraße bleibend bis Otta, dort u.a. endlich Fotoapparatbatterien bekommen, weiter im beschaulichem Auf -u. Ab der vermutlich alten Hauptstraße bis Sjoa, dort Brücke leider nicht gefunden (ein Stück die R 257 Richtung Rindseter), deshalb noch mal 8 km E 6 bis Kvam, dort über die Brücke wieder auf die andere Flussseite zu "unserer" alten Straße, immer sehr schön an Höfen und am Hang des weiterhin schönen Gudbrandsdal entlang. Überall Heuernte. In Vinstra dann den schon ausgeschilderten Peer - Gyntvegen gefunden und genommen, und nicht erst weiter auf der R 256 bis Harpefoss (wäre KETTLER-Einstiegsvariante gewesen). Sofort kräftig ansteigend aus dem Gudbrandsdal heraus - seit Tagen mal wieder richtiges Bergfahren - schwitzend vor Sonne und Anstrengung mit immer wieder schönen Blicken zurück bis zur Vesperpause dann oben am Galavatn, ca. 775 m. Vom Peer - Gyntvegen sind wir sehr angetan und leicht überrascht, ab Gola richtige fast Tundrahochflächenlandschaft mit Sumpf, Seen und Wollgras, Wachholder, Flechten und Birken. Außer ein paar wild weidenden Schafen und nur gelegentlichen Autos - endlich mal keine Wohnmobile! - nix, dafür tolle Blicke, v.a. zurück nach N bzw. NW aufs schneebedeckte Jotunheimen, Dovrefjell und wahrscheinlich die Trollstiegen. So sehen wir wenigstens noch im Nachhinein und aus der Ferne. Wo wir vor Tagen im Regen und Nebel gestrampelt sind. Besonders beeindruckende u. klare Sicht von Fagerhöy, höchster Punkt der Straße ca. 1050 m, fast ganz rundum. Nun sind wir hier oben an solch einem See, um uns Hochmoorvegetation, Schafglockengeläute. Herrliches Essen: Reis mit geschmortem Pilz-Auberginengemüse mit Snofriskhäubchen, jetzt vorm Schlafengehen Süßis + Keks + Heißgetränk mit Rum.

Mittwoch,
13.08. - 17. TagVom Peer - Gyntvegen am Morgen los und froh über die Entscheidung, uns den Rest dieses wunderschönen Weges mit den vielen Ausblicken aufgehoben zu haben, sind wir noch fast zwei Stunden auf der Hochfläche gefahren. Dann ging`s im Hui hinab nach Svingvoll und von da weiter nach Segalstad Bru. Wir sind mal wieder in kurzen Sachen unterwegs gewesen! Dann zieht sich die Straße bis Faberg 255, auch bei ungewohnt lebhaftem Verkehr, aber die Autofahrer wie immer rücksichtsvoll und kaum mal einer, der wegen unseres Nebeneinanderfahren hupt. Wenn doch, dann sind`s deutsche Wohnmobilisten, norwegische Mercedes-Fahrer oder ältere Damen in älteren Pkw-Modellen. Bei letzteren weiß ich immer nicht, ob das Gehupe grüßend oder meckernd gemeint ist. Wir sind dann auf dem Radweg ziemlich rasch in Lillehammer angekommen. Der Ort lebt vom Glanz der vergangenen Olympischen Spiele und ist von Touristen überlaufen. Wir haben uns Milch und Kuchenteile zum Vespern besorgt, sind in Richtung der Eissporthalle und Schanzen gefahren und haben dort eine Pause gemacht. Das Wetter hat sich ziemlich verschlechtert - Wind + Wolken. Zum Abschluss gab es im Zentrum noch ein Softeis, sehr lecker, dann sind wir aber auch schon weiter Rtg. Vingrom. Eigentlich waren wir von Vesper + Eis schon satt, aber das Erdbeerfeld an der Straße ließ uns doch noch mal stoppen. Vollgefressen im wahrsten Sinne des Wortes rollten wir noch bis Vingrom, froh, nicht die E6 benützen zu müssen, sondern schön auf der fast autoleeren Nebenstraße fahren zu können. Ein paar km des Anstiegs auf der 250 nach Rindalseter haben wir uns noch gegeben, dann haben wir auf einem Waldweg das Zelt aufgebaut. Vor dem einsetzenden Nieselregen sind wir immer mal ins Zelt geflüchtet. Der Baulärm vom Straßenbau hielt noch eine ganze Weile an und weckte uns auch heute:
Donnerstag,
13.08. - 18. TagRecht zeitig auf. Da es sowieso regnete, sind wir aber irgendwie doch noch mal eingeschlafen und gegen neun Uhr bei immer noch Regen wieder aufgewacht. Frühstück im Zelt und pünktlich zum Start kurz vor elf setzte ein feiner, konstanter, nimmer mehr aufhörender Nieselregen ein. Der hatte uns durchgeweicht, als wir den insgesamt 10 km langen, mäßig steilen Anstieg hinter uns hatten, nahm uns jede Sicht auf die Umgebung, kühlte uns weiter aus und ließ mich die Frage stellen: "Muss ich das haben? " 15 km vor Dokka überholte uns ein VW-Passat und hielt ein gutes Stück vor uns, die Insassen zogen ihre Regenjacken an und warteten, bis wir ran waren. Die Frau fragte etwas auf Norwegisch, ich fragte englisch zurück, was sie wolle und war dabei wohl nicht sehr freundlich. Sie stellten sich als Journalisten vor, die einen Bericht über Radfahren in Norwegen machen, und ob sie einige Fragen stellen dürften. Ich sagte ja, aber nicht jetzt, weil`s zu kalt und zu nass sei. Wir verabredeten uns in Dokka, sie würden auch zum Kaffee einladen. Die Fahrt bis dahin war wieder wie Tauchen auf dem Rad. In Dokka erwarteten uns die beiden vor dem Einkaufscenter mit Cafe. Die Unterhaltung war wirklich sehr angeregt und angenehm. Wir "erscheinen", evt. sogar mit Foto, im "Avdenbladen"! Das Ganze hat uns wieder aufgebaut, und wir sind so nass wie wir waren - eine Pfütze im Cafe hinterlassend - wieder in den Regen auf die Räder. Gleich hinter Dokka gab es am Fluss einen schönen Platz, wo wir aufgebaut haben und den Bootsschuppen als Trockenraum verwendeten. Der Besitzer hat hoffentlich nichts dagegen! Jetzt liegen wir im Zelt, und die Welt sieht schon wieder freundlicher aus. Es hat aufgehört zu regnen, und meine Hose trocknet so langsam - bin völlig uncool beim Wasserholen abgeschmiert und mit beiden Beinen nass geworden (Schuhe, Socken, Hose; das letzte Trockene...). Vielleicht gibt es am Abend noch ein Feuer, dann kann ja alles wieder wenigstens antrocknen. 48 km Wetter: unter tiefsthängenden Dunkelschwarz-Regenwolken gebeugt Frl. Schnicki & Herr Schnick
Freitag,
14.08. - 19. TagGestern Abend, wir hatten gerade das Feuer angefacht, kam das Besitzerehepaar des Bootsschuppens, um zum Fischen zu gehen. Irgendwie war eine Erklärung zwar angebracht, und ich versuchte, sie auch zu geben, nur sagte der Mann: "It's o.k." und die Frau gar nichts. Wir hielten also unsere nassen Socken in den Rauch, und als die beiden wiederkamen, legte er uns noch Holz ins Feuer! Das aber auch, ohne sich ein Gespräch abzunötigen. Dann sagte er: "Good night!", steckte die Hände in die Taschen und ging, ohne sich noch einmal umzusehen. Irgendwie cool und großartig. Wir haben am Feuer unsere Sachen so ziemlich trocken bekommen, v.a. zum Glück die Schuhe und Socken. Dafür hat heute alles gerochen wie aus der Räucherkammer. Heute morgen war zwar noch immer alles feucht, aber wenigstens kein Regen! Wieder der bittere Moment, in die klatschnasse Hose, die gestern keinen Rauch abbekommen hat, zu steigen. Dann die unspektakuläre Fahrt entlang dem Randsfjorden -245-Straße-, mal bergauf, mal bergab, sehr abwechslungsreich und schöne, "milde" Landschaft mit vielen Feldern und schönen, v.a. grossen Bauernhöfen. Unser Lager haben wir kurz vor Revnakker auf einem Grill-, Bade-, Wiesenplatz am Fjord aufgeschlagen. Die Besitzer wohnen auf der anderen Straßenseite und haben auch gleich die Erlaubnis gegeben, hier zu zelten. Wir genießen den lauen, trockenen Abend, schüsseln so vor uns hin und sind ziemlich froh über den Urlaub, der jetzt nun doch schon fast dem Ende entgegen geht. Morgen Abend werden wir schon in Oslo sein! 75 km Wetter: gemischtwolkig
Samstag,
15.08. - 20. TagBis zum Zeltplatz am Holmenkollen ca 70 km bei Regen. Dort die beiden Holländer wiedergetroffen und lustigen Abend bei den wirklich allerletzten Bierdosen aus der Reserve des Campingbus. Schönes, wahrscheinlich übliches Touriprogramm per Rad durch die Stadt mit Munch - Museum und Hafen und Museumsinsel einschliesslich Vikinger- und Framausstellung
Die Bemerkungen, die im Zusammenhang mit "Kettler" stehen, beziehen sich auf die Tourenvorschläge in der Ausgabe "Norwegen per Rad" von Frank Pathe; Verlag Wolfagng Kettler 1993, Berlin / Neuenhagen, an die wir uns weitestgehend gehalten haben.
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Letzte Aktualisierung: 06.04.021 |
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